11.11.2014

Du bist Deutschland...

Die Kampagne wurde kontrovers diskutiert - und wie immer gab es Leute, die sie toll und welche, die sie unmöglich fanden. Wie immer halt.

Als ich das Video zum ersten Mal sah, war mein erstes Kind gerade geboren. Es traf meinen Nerv. Jetzt fand ich in einer Mail den Text wieder. Für mich stimmt er immer noch. Darum möchte ich euch teilhaben lassen.


Du machst uns wahnsinnig.
Du schreist die ganze Nacht.
Du machst ins Bett.
Du bekommst erst Zähne
und dann noch die Windpocken.

Du hasst erst den Kindergarten,
dann die Schule
und mit 15 hasst du uns.

Ja, du machst uns wahnsinnig –
vor Glück.

Deine Anschaffung ist kostenlos.
Danach wird’s teuer.
Du benötigst Zeit und Platz.
Du kostest uns die neuen Schuhe,
den größeren Fernseher,
und den Urlaub am Meer.

Du bist kein Luxus –
du bist unbezahlbar.

Es gibt viele gute Gründe, keine Kinder zu bekommen.
Und den besten es doch zu tun – Dich!

Du kannst nicht sprechen
und erklärst uns die ganze Welt.
Du kannst nicht laufen,
aber hilfst uns auf die Sprünge.
Du lernst jeden Tag so viel.
Und lehrst uns noch viel mehr.

Du zeigst uns, dass es nie den falschen, sondern eigentlich nur den
richtigen Zeitpunkt gibt dich zu bekommen.

Du hast Mutter und Vater –
und brauchst doch das ganze Land, um glücklich aufzuwachsen.

Du bist nicht allein, sondern unsere wertvollste Aufgabe.

Du machst aus zwei Menschen eine Familie,
aus der kleinsten Wohnung einen Abenteuerspielplatz
und aus Nudeln mit Tomatensauce ein Festessen.

Wir brauchen mehr von deiner Sorte.

Weil ohne dich die Gegenwart keinen Spaß bringt –
und die Zukunft bereits vergangen ist.

Du bist Deutschland.

31.10.2014

Freitags-Füller

Irgendwie muss ich mich ja überlisten, um mal regelmäßiger zu schreiben... und da ich den Freitags-Füller gern mag, nehme ich den.

Daher heute der 





Wer sich genauer informieren möchte was das ist, dem sei der Blog Scrap Impulse von Barbara ans Herz gelegt.

1.  Fast hätte ich Termin für den Reifenwechsel heute vergessen .
2.  Kaugummi habe ich immer  in der Tasche.
3. Wenn Geld kein Thema wäre, dann würde ich mit meiner Familie eine Weltumsegelung machen.
4.  Nichts geht über Vanillepudding.
5. Am 1.November werde ich meine Mutter besuchen .
6. Ein kleiner Traum, den ich habe, könnte bald in Erfüllung gehen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Halloween , morgen habe ich Allerheiligen mit meinem Vater geplant und Sonntag möchte ich einen entspannten Tag verbringen !

Wenn ihr mitspielen wollt, könnt ihr die Fragen gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier, wenn ihr keinen eigenen Blog habt oder keine Lust habt zu verlinken. Dies habe ich bei Barbara abgeschrieben, die sich sicher auch freut, wenn ihr dorthin verlinkt!

Seid gnädig heute Abend, wenn ein paar Kids bei euch klingeln und viel Spaß beim Ausfüllen!



26.09.2014

Alles Gute zum Geburtstag, Mütterken!

Mein liebes Mütterken,

heute erlebe ich deinen Geburtstag zum elften Mal ohne dich.

Es ist wirklich so wie man es in vielen Büchern lesen kann, Menschen, die man innig geliebt hat vermisst man immer. Egal wie lange man nicht mehr mit ihnen gesprochen hat, egal wie lange sie nicht mehr um einen herum waren.

Erst vor ein paar Wochen habe ich den einen Karton in der Hand gehabt, der Kleidung von dir enthält und mir liefen die Tränen herunter, weil dein Lieblingspulli immer noch nach dir duftet. Dieser vertraute Geruch nach dir und deinem Parfum - 24 Faubourg von Hermes - flutete mein Hirn mit Erinnerungen an dich. An unser letztes Zusammensein. Das letzte was ich von dir hörte und wie erschüttert ich war als deine Stimme für immer verschwand als der Anrufbeantworter kaputt ging.

Wo auch immer du bist, ich spüre dich manchmal. Es ist als ob deine Hand auf meiner Schulter liegt und mir Mut spendet.

Für deine Enkel, die dich nie kennenlernen durften, bist du erstaunlich präsent. Dies fasziniert mich sehr, zeigt aber auch was für ein zentraler Punkt du in meinem Leben warst.

Wie gern würde ich mit dir teilen, dass du dich früher immer darüber amüsiert hast wie jeck deine Freundinnen auf ihre Enkel waren und wie absonderlich dir das vorkam, denn du hast dich auf die Freiheit des Ruhestands vorbereitet. Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass du mindestens genauso stolz und verrückt wärst wie sie es schon damals waren.

Selbst der Mann, der mit dir über eure norddeutsche Seele verbunden war, den du lange bevor er "der Mann" wurde, immer zu Feiertagen an unseren Tisch geladen hast, weil dir sein Elternhaus so kalt und unherzlich aus der Ferne vorkam und du spürtest wie ungern er sich dorthin auf die Reise machte, lachte neulich und erinnerte sich strahlend an die verrückten Sommerabende auf deiner - jetzt unserer - Terrasse an denen wir zu dritt drei Flaschen Sekt mit Kullerpfirsich tranken und bis tief in die Nacht lachten und philosophierten. Auch ihm fehlst du. Er hätte dich gern um sich.

Eine Frage bewegt mich schon seit Jahren: Wer ist der Mensch, der dir nach deinem Tod lange Zeit regelmäßig eine rote Rose auf dein Grab legte? Eine deiner vielen Freundinnen? Ein Verehrer? Dass es Papa nicht ist, weiß ich seitdem er mir sagte, dass er das für eine sehr schöne Geste von mir fand.

So viel gibt es noch was ich dir schreiben möchte, für heute soll es genug sein.

Ich umarme dich, küsse dich.

Du fehlst. Nicht nur mir.

Dein Bäschi




04.06.2014

Mut haben für andere

Hannes hat auf seinem Blog 'Jazzlounge' zu einer #mutmachparade aufgerufen und es haben eine große Zahl Blogger unfassbar vielseitige, offene und zu Herzen gehende Artikel verfasst. Alle Artikel befassten sich mit dem Thema aus der Eigensicht. Damit meine ich was Mut für den Einzelnen und sein Leben bedeutet. Ich möchte das Thema von außen anfassen, denn ich habe gerade am eigenen Leib erfahren wie wenig mutig wir für andere sind und dass das eigentlich sehr traurig ist.

Mut von außen? Was meint sie? Ich bin nicht so wortgewandt im Schriftlichen - ich bin mehr der mündliche Typ, aber ich versuche mich trotzdem.

Mut von außen bedeutet für mich: In einer mehr oder minder großen Runde den Mund aufmachen und für jemand anderen Stellung zu beziehen. Mit einer Meinung, die unbequem und nicht mehrheitsgängig ist bzw. die der Mehrheit widerspricht. Dies erfordert viel Mut, denn es ist unbequem und es bringt einem selber nichts außer einem guten Gefühl. Dem anderen für den man einsteht, kann es aber die Welt bedeuten, da jemand seinen Mund öffnet und als Sprachrohr fungiert. Es stärkt den Rücken, das Selbstwertgefühl und sorgt dafür, dass eine verfahrene Situation erträglich und leichter wird.

Ich habe lange darüber nachgedacht warum nur eine Person den Mut hatte aufzustehen und zu sagen, dass die Meinungsführer eine beispiellose Mobbingkampagne führten. Als ich diese Person dazu befragte meinte sie nur lapidar: "Ich bin gar nicht allein mit meiner Meinung über dich - die anderen sind nur zu bequem sich deines Problems anzunehmen. Aber weißt du, so sind sie die Menschen!"

Und je mehr ich darüber nachdenke. Sie hat recht. So sind wir Menschen. Meist zu bequem um mutig zu sein. Nicht nur für uns selbst sondern insbesondere auch für andere.