25.01.2017

Familie - wozu der ganze Stress?

Gerade wurde folgender Artikel aus der Zeit, der eben diesen Titel hat, von Jule in meine Timeline gespült.

Ich habe ihn gelesen und da ich 140 Zeichen als Antwort etwas knapp finde, antworte ich eben hier.

Wozu der ganze Stress mit der Familie? Ich glaube diese Frage stellt man sich in der Form nicht bevor man eine Familie ist. Meist rutscht man in das Familiending rein und lebt ohne wie die Protagonisten einen wirklichen Plan zu haben, vor sich hin.

Meine Erinnerungen an die 1980er sind auch davon geprägt berufstätige Eltern zu haben. Angestellt und selbstständig. Arbeit war immer präsent. Nach der Grundschule lief ich in meine ehemalige Kita zum Mittagessen und wurde dort irgendwann von meiner Mutter eingesammelt. Nicht immer, aber doch so häufig, dass ich mich erinnere.

Waren meine Familie früher weniger im Urlaub als wir es heute sind? Nicht wirklich.

Waren unsere Tage weniger durchgetaktet? Nein. Hobbies hatten wir auch damals schon. Fahrdienste waren nicht so üblich. Wir mussten alle schon früh selbst irgendwohin radeln oder laufen oder mit dem Bus fahren.

Waren ähnliche viele Mütter erwerbstätig? Nein. Absolut nein. Das war eher unüblich und aus heutiger Sicht möchte ich nicht in der Haut meiner Mutter gesteckt haben, die sich garantiert ständig rechtfertigen musste. Sie gehörte aber auch zu den Jahrgängen in denen von den 25% der überhaupt nur Gymnasien besuchenden Kinder lediglich 2% Mädchen waren. Mit abgeschlossenem Hochschulstudium war sie durch und durch Exotin. Bestätigt aber den Artikel bis heute: Es sind nicht immer monetäre Zwänge, die beide Erwachsenen in einer zusammenlebenden Familie dazu bringen zu arbeiten.

War arbeiten damals schwerer als heute? Ja. Ich glaube ja, denn man musste sich noch mehr rechtfertigen und noch mehr jonglieren. Meine Mutter hatte nicht die Unterstützung des offenen Ganztags, die ich heute habe, für mich.

Und abschließend: Wozu der Stress? Weil Familie neben aller Anstrengung schön ist. Es ist einfach schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die einem ähnlich sind und bedingungslos zu einem gehören.

09.01.2017

2016 - wie war das eigentlich?

Auch wenn heute schon der 9.1. ist, möchte ich doch nochmal auf das vergangene Jahr zurückschauen. Besser spät als nie - wisster Bescheid?!

Der inzwischen berühmte Fragebogen nun auch hier...

Zugenommen oder abgenommen?

Leider Aufwärtsspirale - auch eine No Carb Kur konnte darin nix ändern. Es ist vertrackt und nervig und schlimm.

Haare kürzer oder länger? 

Kürzer und Pudelartig. Sieht doof aus.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Irgendwie anderssichtiger. Es ist soweit: abends muss ich die Brille zum lesen hochschieben. So wie man das eigentlich nur mit ner stylischen Sonnenbrille macht. Aber in der Ferne sehe ich auch deutlich schlechter. Es ist kompliziert!

Mehr Kohle oder weniger?

Etwas mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr. Viel mehr. Es mussten Ersatzbeschaffungen getätigt werden und der Garten brauchte Menschen, die sich auskennen und das Haus kommt in die Jahre und braucht Erneuerungen. Dazu dann noch Urlaub und größer werdende Kids.

Mehr bewegt oder weniger?

Im gesamten Jahr gleich. Aber es gab Phasen da hab ich mich deutlich mehr bewegt in diesem Jahr. Leider nur eine Phase.

Der hirnrissigste Plan?

Keinen gehabt. Irgendwie schade.

Die gefährlichste Unternehmung?

Wahrscheinlich das Stromern durch diese kuriosen abgelegenen Gassen in Hong Kong. Das hab ich aber erst hinterher realisiert, dass das wahrscheinlich nicht so gut war.

Die teuerste Anschaffung?

Dauerhafter Art? Der neue Gartentisch mit den Stühlen dazu.

Das leckerste Essen?

Ich kann mich nicht entscheiden, denn es gab ziemlich viel leckeres Essen.

Das beeindruckendste Buch?

Habe mich der eher seichten Krimilektüre hingegeben. Zu mehr hat meine Aufnahmekraft und Zeit nicht gereicht.

Der ergreifendste Film?

Lange überlegt und festgestellt, dass ich keinen einzigen Film geschaut habe. Ich bin vollends dem Bingewatching von Serien verfallen.

Das beste Lied?

Vollkommen napsterisiert da beim Handyvertrag dabei. Also viel Rauschen nebenbei. Wirklich schön fand ich das Album Muttersprache von Sarah Connor - auch wenn schon aus 2015. Vorher nicht wahrgenommen. Es hat mich positiv überrascht.

Das schönste Konzert?

Weihnachtsoratorium in der Philharmonie.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

...wach sein. Aber es sind wohl Menschen gemeint. Also dann mit den Kids.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Der Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2016?

Schlimmer geht immer.

2016 zum ersten Mal getan?

Mir fällt wirklich nichts ein. Kurios. Wenn mir was einfällt, ergänze ich es.

2016 nach langer Zeit wieder getan?

Neue Menschen zu meinem Geburtstag eingeladen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

So manches Erlebnis in 2016.
Das Chaos um mich rum.
Meine angeschlagene Seele.

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

Dass ich ein wichtiger Mensch bin.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Mama, wenn es dich nicht gäbe dann müsste ich dich erfinden.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Das müsste dieser ominöse Jemand beantworten. Aber ich denke es war "Ich bin froh, dass es dich gibt"

2016 war mit einem Wort…?

Ausbaufähig.



01.12.2016

Hallo Dezember!

Diese wunderbare Idee von Frau Frische Brise will ich schon lange abkupfern und tue es dann heute auch mal :)

Im Dezember werde ich...

viel am Schreibtisch sitzen
mit Freunden, die wir nur einmal im Jahr treffen, essen gehen
mit den Kindern im Nikolausexpress fahren
Doppelkopf mit Freundinnen spielen
einen Tannenbaum aussuchen
mehrere Partys besuchen
meinen Geburtstag feiern
Schrott- (#tsw) und (#)Pegelwichteln 
den Großen eine weiterführenden Schule anschauen lassen
zum Zahnarzt gehen
mit dem Chor eine Spätschicht im Advent gestalten
Geschenke kaufen
Geschenke versenden
Geschenke verpacken
Weihnachtspost schicken
den Christbaum schmücken
kochen, backen und es gemütlich haben
mit meinen Lieben Weihnachten entspannt feiern
(hoffentlich) ruhige Tage zwischen den Jahren verbringen
mich auf das neue Jahr freuen

09.11.2016

US Elections



Mehr fällt mir dazu nicht ein.

God bless America!


(und uns)


07.11.2016

November #WMDEDGT

ja ja - es ist der Siebte im Elften und nicht der Fünfte - aber ich bin einfach nicht dazu gekommen, aber Frau Brüllen sagte mal, dass man sich auch noch später anhängen kann und das tue ich heute.

So. Der 5.11.16 war ein Samstag. Ein ziemlich grau-stürmischer Novembersamstag.

Morgens um 5.15 Uhr sind alle wach (ich glaube es war sogar noch eher, aber das habe ich verdrängt) - die Zeitumstellung ist noch immer nicht geschafft. Das geht seitdem so. Da der Mann immer noch durch die Welt gondelt, machen wir es uns zu viert gemütlich.

Um 7 Uhr öffnet der Supermarkt und da das große Kind am nächsten Tag Geburtstag hat und bis Montag insgesamt 48 Muffins und 2 Kuchen zu backen sind, ist Eiernotstand keine wirklich gute Idee - also auf ins Geschäft. Schnell eingekauft und heim, denn ich habe quasi "Me-Tag", denn um 10 Uhr beginnt ein ganztägiger Probentag meines Chors, der eigentlich ein Chorwochenende war, was aber (zu meinem Glück) zusammengestrichen wurde.

S1 hat von 11 - 15 Uhr Maskenwerkstatt in der Schule. Seit den Sommerferien gibt es eine AG, die Masken baut, Kostüme näht und im März ein Improvisationstheater für die Schule (und Eltern) aufführen will. Ich bin sehr gespannt, denn es ist alles hochgradig geheim. Ich weiß bisher nur, dass das er einen blauen Umhang genäht hat und ein Troll sein wird mit einem langen Kinn mit Grübchen, einer gebogenen Nase und großen Augen, weil er viel krabbelnd machen wird und so gut sehen kann. Die Masken werden gegipst und mit Ton bearbeitet - es ist alles sehr aufwendig. Jede Woche werkeln sie drei Stunden und mehrfach am Wochenende. Da mein Kind mein Kind ist, möchte er einen Kuchen mitnehmen, damit es allen gut geht. Also backen wir Eierlikörkuchen (es gibt Millionen von Varianten im Netz. Dies ist ein Beispiel) - den lieben alle.

S2 macht um 9.45 Uhr mit dem Opa seinen Geburtstagsausflug und darf einen Freund mitnehmen, den er sich um 9 Uhr organisiert. (Er hat es vergessen) Sie fahren Zug und Schwebebahn und gehen zu McDonald's (wegen des Spielzeugs und weil man bei Opa Cola trinken darf) - gegen 16 Uhr tauchen sie wieder auf. (Was ich aber nicht mitbekomme, da Probe und es gibt Verstrickungen, die mit Polizei und Portemonnaie und Aufregung zu tun haben - also ein Supertag für Siebenjährige)

Die beste Tante der Welt übernimmt um 9.45 Uhr T und bekocht sie und die Familie mit "Himmel und Erde" - ein Lieblingsgericht. Nach dem Mittagschlaf um 13.30 Uhr wird sie von der Babysitterin abgelöst.

Ich verschwinde derweil zum Singen und genieße es völlig unbeleckt von obigen Geschehnissen in einem (etwas kühlen) Raum von 10 - 16 Uhr zu singen. Altes Repertoire auffrischen, neue Lieder einstudieren, einfach mal so etwas singen. Wunderbar! Seelenpflege.
Mittags gibt es Pizza für alle und für mich Salat ohne Dressing mit Hähnchenbrust, denn ich versuche gerade meinen Stoffwechsel auf Trab zu bringen, da er völlig zum erliegen gekommen ist (aber das ist einen eigenen Post wert)

Verabredet war, dass S1 um 16.15 Uhr zu Fuß zu mir stößt, da er um 17 Uhr zum ersten Mal seit der Einführung wirklich Messe dienen muss. Er ist wahnsinnig aufgeregt. Allerdings bringt zur großen Überraschung der Mann ihn, da er statt um 20 Uhr schon auf den Mittagsflug aus Berlin umbuchen konnte und so nach 10 Tagen USA und Berlin wieder zuhause ist (bzw. heute war).
Der Große ist eh völlig durch den Wind, da er am Sonntag Geburtstag hat und mit 8 ist Geburtstag haben etwas wunderbar wahnsinnig Aufregendes. In dieser Woche hat er zum ersten Mal mit Freude ein Buch gelesen und möchte direkt den zweiten Band leihen, so dass wir die Chance nutzen um die Buchausstellung (auf der ich direkt zwei Bücher bestelle) der Gemeindes zu besuchen und in der Bibliothek den zweiten Band finden und mitnehmen.

Seitdem Abitur war ich nicht mehr in der Vorabendmesse und stelle fest, dass in 10 Jahren etwa 5 Leute in der Kirche sein werden. Krass wie alt Kirchgänger heutzutage sind. "Damals" war das anders. Aber so sind etwa 120 Leute da und 10 Messdiener und meiner der Kleinste und Zappeligste. Es ist schon sehr niedlich wie er hochspringen muss, um auf den Sitzhocker zu kommen und seine Beine etwas 10cm über dem Boden baumeln. Nachdem nach der Messe die Lose für die Martinsverlosung unter's Volk gebracht wurden, fahren wir Beide nach Hause.

Gegen 18.30 Uhr schiebe ich den Geburtstags-Zitronen-Wunsch-Kuchen in den Ofen und alle plaudern entspannt am Abendessentisch. Entspannt plaudern so wie man es sich vorstellt, wenn der Mann nach so langer Abwesenheit wieder da ist - also laut, durcheinander und chaotisch.

Kinder gen Schlafanzug, Zähne putzen schicken, damit ich Geschenke einpacken, Kuchen dekorieren und Geburtstagsgirlande aufhängen kann.

Irgendwie ist es 21 Uhr geworden und ich räume Wäsche von der Maschine in den Trockner und denke, dass es nun für heute reicht.

Ohne Absacker und Buch ins Bett.

09.03.2016

Frauenleben - Ein Nachtrag zum Weltfrauentag

Gestern morgen trudelte von Dr. Mo die Idee ein:



Spontan dachte ich JA - da bin ich dabei, aber mein Tag war so voll, dass ich erst jetzt dazu komme ihn zusammenzufassen. Da ich den WMDEDGT von Frau Bruellen in diesem Monat schon verpasst habe, kam es gerade recht.

Dr. Mo schreibt in ihrem Header zu recht "wenn das Private politisch ist, dann will ich es mit euch teilen" und genau das mache ich jetzt in der Rückschau.

Mein Tag als Frau, Mutter, Tochter, Mensch - ich ergänze hier noch Schwester...

Tochter: Derzeit in Pause, da der Senior im Urlaub ist und sich nur ausgesprochen selten meldet. Ein Zeichen, dass alles in Ordnung ist.

Schwester: Telefonat mit der Klinik und der Wohngruppe. Verschiedene Sachen organisiert.

Mutter / Frau:
Der Morgen beginnt eigentlich um 6 Uhr - aber S2 ist gern auch schon um 5.30 Uhr wach und so frühstücken wir in der Küche schon mal (Kaffee!!! Zeitung :)) während die Geschwister nach und nach eintrudeln. Alle mit guter Laune und Vorfreude auf den Tag - das erleichtert so Manches ;)

Um 7.30 Uhr die Großen in die Schule geschickt und die Kleine für die Kita ins Auto gepackt. Normalerweise ist dienstags mein langer Bürotag, aber seit dem 1.3. gehe ich wieder zur Uni und drücke heute daher von 8.30 bis 11.45 Uhr den Stuhl im Seminarraum. In diesem Fall Business English Basics - ein denkbar ödes Fach. Erschütternd war für mich, dass das Gros der Teilnehmer schlechter ist als ich (das brachte der Einstufungstest ans Licht) - dabei sind sie alle rd. 20 Jahre (und mehr) jünger als ich und ihr Abitur ist nicht schon 25 Jahre her. In der Seminarpause musste ich kurz mit dem Büro telefonieren und ein paar Sachen regeln. Weiterhin mit der OGATA gesprochen und gesagt, dass der Kleine mit einem Freund mitgeht und der Große früh kommen soll, damit er pünktlich zum Hockeytraining gehen kann. Nach dem zweiten Teil der Vorlesung bzw. Übung habe ich mich nach der doch etwas ungewohnt langen Konzentration auf ein Thema zu Mittag mit Pommes Currywurst belohnt.

Zurück zuhause um 12.30 Uhr gab es einen Kaffee und eine Runde am Rechner - u.a. um das Skript für Englisch auszudrucken. Moderne Zeiten sind nicht immer komfortabel - damals ™ bekamen wir diese ausgedruckt ausgehändigt und mussten nicht selbst Tinte und Papier aufwenden. Außerdem wurde ich erinnert, dass ich auf dem letzten Schulelternabend nicht angestrengt auf den Boden gestarrt hatte und somit noch ein Protokoll abliefern musste. Während ich das zusammenzimmerte, rief mich die Schule an und bat wegen eines "Vorfalls" um ein Elterngespräch am Freitag. Fast zeitgleich klingelte es um 15.30 Uhr an der Tür und der Große kam bedröppelt nach Hause.

Um kurz nach 16 Uhr verließ er dann nach einer Intensivkuschelung in Sportklamotten mit Sitzerhöhung bewaffnet das Haus zum Training (er wird netterweise meist von einer Mutter mitgenommen, die der Meinung ist, dass man Mütter mit mehreren Kindern von sowas befreien muss - danke P dafür!) Schnell setzte ich einen Hefeteig für die Kids an, denn sie hatten sich unbedingt Pizza zum Abendessen gewünscht. Kaum war dieser fertig, bin ich schnell Richtung Supermarkt und Kita gehechtet. Auf der Rückfahrt war das Auto ein Gesangmobil, denn die Lütte lernt etwa jeden Tag ein neues Lied und lässt mich mit Begeisterung an ihrem Erlernten teilhaben.

Wieder zuhause stand die Babysitterin bereits vor der Tür, denn ich hatte um 18 Uhr wieder Vorlesung an einem Standort wo man quasi keinen Parkplatz findet und dementsprechend viel mehr Zeit einplanen muss. Also schnell die Pizzen belegt, Anweisungen gegeben was noch zu machen ist, einen Tee gekocht, Apfel und Mandeln eingepackt. Dazu noch die Unterlagen und eine Federtasche mit Stiften und Textmarker und lauter solch antiquierten Sachen (jaja iPad und Powerbank auch) und ab dafür.

Knapp pünktlich im Hörsaal angekommen, um die ersten drei Stunden mit der Vorlesung im Projektmanagement zu verbringen. Festgestellt, dass hier ein paar Studis durchaus ähnlich alt sind wie ich (ist ja auch schließlich ein berufsbegleitendes Studium) und dass ich immer noch aktiv mitmache, wenn Fragen gestellt werden. Dieses auf den Boden starren kann ich echt nie. Da wir gut durchkamen und die Mirkofonanlage sponn, hat die Professorin uns schon um 20.30 (statt 21.15) Uhr in den Abend entlassen - kurz überlegt, ob ich noch zur Schulpflegschaftssitzung in die Schule fahre, aber da ich mich entschuldigt hatte, den Gedanken verworfen.

Zuhause hörte ich schon auf der Straße, dass die Lütte jammerte wo die Mama sei... dementsprechend wenig überrascht war ich, dass auch der Kleine noch wach war. Dieser prangerte an, dass ich nicht da war als er nach Hause kam (er war ja beim Freund zum spielen und mit diesem auch zu seinem Hockeytraining) Der Große schlief zum Glück schon. Also kurz den Babysitter ausgelöst, die nächsten Termine besprochen, ein Stück kalte Pizza gegessen, in den PJ geworfen und die Kleinen in den Schlaf gekuschelt. Wieder aufgestanden, Mails bearbeitet, Brötchenteig angesetzt, Spülmaschine aus- und wieder eingeräumt, Zähne geputzt, eine Runde "The good wife" geschaut und dann gegen 0.30 Uhr eingeschlafen.

Und falls ihr euch fragt warum der Mann nicht erwähnt wird. Er ist in München. Arbeiten.


02.03.2016

Hallo März!

Die liebe Frische Brise begrüßt jeden Monat mit ihren Plänen. Das gefällt mir so gut, dass ich es nachmache...

Im März werde ich...

wieder zur Studentin
Geburtstagspost versenden
eine Erstkommunion planen und vorbereiten
Ski fahren
Ferien mit der Familie verbringen
(hoffentlich) im Schnee spazieren gehen
die Frühlingsluft genießen
mehrere Kuchen backen
aufräumen

28.01.2016

Ein Stöckchen, ein Stöckchen...

Die liebe Cucina Casalinga hat ein Stöckchen aufgenommen und es großzügig verteilt. Da sie mich in ihrer eigenen Aufzählung erwähnt, greife ich einfach frech ihre Fragen auf und versuche mich daran. 


1. Wie findest Du Deine Hände?
Eigentlich schön - ein bisschen krumm und schief sind die Finger vom schreiben und segeln und arbeiten, aber es sind kräftige zupackende Hände. Mir gefallen sie. Die Nägel könnten weniger nachgiebig sein, aber irgendwas ist ja bekanntlich immer!

2. Idealer Urlaubsort - im Westen, Osten, Norden oder Süden?
Eine wunderbare Antwort hier ist: Es kommt darauf an... und zwar was ich will - prinzipiell finde ich alles toll. Denn reisen ist eine meiner Leidenschaften. Ich bin ein ruheloser Geist. 
Im Westen liegen die Nordsee und Amerika - da muss ich ja wohl keine großen Ausführungen machen.
Im Osten liegt Asien - für mich eine der spannensten Regionen auf der Welt (Rußland und so machen mir Angst - wobei es mich auch interessieren würde)
Im Norden warten Skandinavien und die Ostsee und Grönland und so - also wunderbare Segelsommer - das fast Beste was man sich vorstellen kann
Im Süden kenne ich mich nicht sonderlich aus - Afrika reizt mich, ich war bisher nur in Südafrika und es gibt noch viel zu entdecken...


3. Handtaschen oder Hosentaschen?
Beides - ich liebe es ohne Handtasche unterwegs zu sein, merke aber mit zunehmendem Alter, dass ich viel zu viel Gedöns dabei habe und die Damenmode auch nicht vorsieht, dass man außer einem Schnupftuch etwas in der Tasche transportieren kann.


4. Wie sieht Dein idealer Abend nach einem Arbeitstag aus? 
In meiner Theorie entspannt. Was Nettes kochen, ein Glas Wein, ein Buch oder eine oder mehrere Folgen der aktuellen Lieblingsserie (ich bin süchtig!)
In der Praxis ist es ideal, wenn die Kids mal vor 21.30 Uhr schlafen und ich somit überhaupt noch eine Chance auf Abend habe :)


5. Hypochonder oder "wird schon alles wieder von selbst weggehen"?
Ich habe mal Medizin studiert - daher werde ich prinzipiell nie krank und wenn ich es doch mal bin, haben die alle keine Ahnung, denn ich bin gesund!


6. Ehrenurkunde, Siegerurkunde oder nie irgendetwas? 
Immer nur Siegerurkunden kurz vor Ehrenurkunde, was aber daran lag, dass ich ein kleines zartes Dezemberkind kurz vor Jahreswechsel bin... sprich: Alle anderen waren größer, kräftiger und daher einfach besser.


7. Gibt es einen ruhenden Pol in Deinem Leben? 
Ganz sicher der Mann - der ist wie ein riesiger Stein in der Brandung. Der erträgt alle meine Spinnereien mit einer bewundernswerten Nonchalance (außer ich bringe ihn absichtlich auf die Palme - das macht soooo viel Spaß!)


8. Stricken, Häkeln oder Nähen? 
Können tu ich alles - nähen beschränkt sich allerdings auf Maschine bedienen und Löcher flicken. Machen tu ich wenig. Irgendwie kommt mir immer was dazwischen... leider... aber ist halt so.


9. Tanzt Du? Wenn ja, was und wie?
Immer gern. Sehr gern. Wild und laut zuhause zappelnd mit den Kids, sehr gern Knotentanz (ein Überbleibsel aus der Zeit wo ich regelmäßig auf Bällen war - also so 1-2mal im Monat - aber das ist eine andere Geschichte), ganz klassisch tanze ich auch, aber obwohl ich Gold habe, vergesse ich immer die Schrittkombinationen. Und dann zumbaisiere ich vor mich hin und verknote mir dort die Beine...


10. Können echte Freundschaften über Twitter entstehen? 
Ja - ich bilde es mir ein. Ich bin sehr froh darüber!


11. Hörst Du nach einem hohen Lottogewinn zu arbeiten auf?
Jein - ich würde meine Schwerpunkte verlagern und dafür sorgen, dass der Gewinn sich weiter mehrt und mir und denen die mir teuer sind das Leben erleichtert. Das ist auch ein Batzen Arbeit, wenn das bis ans Lebensende funktionieren soll.


Jetzt zu den Regeln: 
  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat, und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  • Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel.
11 neue Fragen:
1. Süßes oder Saures?
2. Wen hast du am liebsten um dich herum: Familie oder Freunde?
3. Welche Situation kam dir so vor als ob du sie schon geträumt hast?
4. Mit dem Wissen von heute: Würdest du wieder deinen Beruf wählen?
5. Stille oder permanent Beschallung? 
6. Selber kochen oder Restaurant wenn es feierlich wird?
7. Wie lange dauert deine längste Freundschaft? Oder hat gedauert falls sie vorbei ist.
8. Geschenke selber machen oder doch besser kaufen?
9. Wann hast du deine letzte Post geschrieben? Also so richtig. Einen Brief oder eine Karte, weil du jemandem eine Freude machen wolltest.
10. Was ist dein "guilty pleasure"?
11. Frühling oder Herbst?

Da eigentlich alle schon irgendwie nominiert waren oder sind, wäre ich stolz wie Bolle, wenn sich überhaupt jemand die Mühe machen würde, meine Fragen noch zu beantworten... vielleicht hat @frausuutje ja Lust? 

05.11.2015

WMDEDGT 11/15

Zum ersten Mal seit langer Zeit wieder dran gedacht...

Heute war ein verhexter Tag, der eigentlich nur aus "Freizeit" bestand - sprich: Nix für den Broterwerb getan, aber trotzdem die ganze Zeit permanent unterwegs und aktiv. Man kann es auch "den Tag an dem die Schule den St. Martinzug hat" nennen.

Heute morgen zirpen (wie immer) wenn der Mann zuhause ist bereits um 5.10 Uhr irgendwelche Harfenklänge als Wecker aus seinem Handy. Klar, dass der Einzige, der niemals davon wach wird, er selber ist? Seufz. Ich habe ihn schnell genug dazu bekommen es auszuschalten bevor eins der Kids wach wurde. Also so richtig wach...

Um kurz vor 6 Uhr bin ich wie (fast) jeden Morgen in Richtung Küche, Zeitung und Kaffee gewankt (Nein falsch, aber es klang so passend. Ich bin wach also einfach knallwach. Daher einfach gegangen.) Die Chance auf ein paar ungestörte Minuten gab es allerdings nicht, denn ich hatte quasi sofort drei bestens gelaunte Kids um mich herum. Das einzige Manko war, dass sie aufgrund ihrer Laune keinen Ausknopf hatten und permanent sabbelten und sich gegenseitig in ihren Erzähungen übertrumpften wer am Aufregensten, Schönsten oder Längsten geschlafen habe.
Um 7 Uhr nach dem üblichen: "Wer will was zum Frühstück? Wer will was mit in die Schule nehmen? Was liegt heute insgesamt so an? Waschmaschine und Trockner anschmeißen" zockelten die Großen zum anziehen. Die Kleine ließ sich von mir fertig machen und 7.30 Uhr verließ der Familientrupp das Haus in die verschiedenen Richtungen Schule und Kita. Nach Wochen allermalerischtem Herbstwetter war es heute morgen zwar noch immer krass warm, aber doch eher regnerisch und usselig. November halt.

Meine erste Tat des Tages war (nach Obigem) heute um 9 Uhr nach 14 Tagen unser endlich wieder repariertes Auto in Empfang zu nehmen - natürlich in einer Verleihstation, die 20km entfernt ist und die Fahrt dorthin ist in meinem verkehrstechnisch absolut hervorragend erschlossenen Gebiet (hüstel) eine wahre Wonne. Den Trumm von Leihwagen (ich sage nur 94l Diesel auf 670km) habe ich zwar wirklich gern gefahren, aber mir ist es vollkommen rätselhaft wie man sich als Privatperson so ein Auto leisten kann.

Auf dem Rückweg schnell in der Metro Großeinkauf gemacht - u.a. 1,2kg Schmalz und 1,7kg Kräuterbutter für den heutigen St. Martinzug an der Schule. Nach kurzem Zwischenstop und TK Pizza einwerfen um 11.30 Uhr machte ich mich mit dem großen Einmachtopf bewaffnet auf in Richtung Schule um dort die 553 Martinsbrezel auf die einzelnen Klassen zu verteilen. Dies ging flotter als gedacht und so war ich schon um kurz vor 14 Uhr wieder zuhause und hatte so die Chance auf das Sehen von "Bones" (dass ich Serienjunkie bin erwähnte ich bereits?) bevor ich dann um 15 Uhr wieder in der Schule war, um das Brote schmieren zu initiieren.
Kleiner Exkurs: Nein, ich bin nicht unentbehrlich und bilde mir ein alles machen zu müssen, aber die Aufgaben für das Martinfest sind auf alle 8 Klassen gleichmäßig verteilt und mit zwei Kids in zwei Klassen muss man eben zweimal ran.

Jungs eingeladen, zur Kita gedüst und die Lütte eingeladen. Zuhause schnell die neuen Laternenstäbe mit Batterien versorgt, Tassen eingepackt, um pünktlich um 16.30 Uhr wieder an der Schule zu sein. Dort dann Laternenliedersingen in der Turnhalle in Begleitung des Schülerorchesters und um kurz nach 17 Uhr das Aufstellen der Klassen auf dem Schulhof und unter Bläserbegleitung, St. Martina hoch zu Roß sowie mehrerer Polizeiwagen mit Blaulicht durch die Siedlung rund um die Schule gezogen. Die Kids im Klassenverband mit einheitlichen Laternen je Klasse, die Familien hinterher - eine stimmungsvolle Angelegenheit. 18 Uhr Martinfeuer und -spiel auf dem Schulhof danach Brezeln essen, Punsch und Glühwein trinken in den geschmückten Klassen. Gegen 19 Uhr wurde ich allerdings unruhig, denn morgen wird hier jemand 8 Jahre alt und hat sich für die Klasse und die OGATA Waffelbecherkuchen gewünscht. (Bedeutet im Klartext 120 Stück etwa - ich brauche dafür die dreifache Rezeptmenge. 56 Stück bekomme ich nie aus einem raus...)
Gen 21 Uhr habe ich die Dinger mit Kuvertüre überzogen und die Kleine hat mit Wonne kleine Augen und Minimarshmallows drauf verteilt (Ja - sie war knallwach. Nein - ich habe sie nicht dazu gezwungen. Sie wollte einfach nicht schlafen, wenn so spannende Sachen passieren.)
Anschließend hab ich dann kurz die Lütte in den Schlaf gekuschelt und bevor ich nicht mehr hochkam mich aufgerafft, um den gewünschten Zitronenkuchen zu backen, die Geschenke einzupacken, die Geburtstagsgirlande aufzuhängen und den Frühstückstisch zu dekorieren. Morgen um 6.30 Uhr kommt das Taxi, um den Mann in Richtung USA zum Flughafen zu transportieren - es wird also alles etwas früh. (Wobei ich gespannt bin, ob er wegen des Flugbegleiterstreiks überhaupt fliegen wird)

Jetzt sitze ich hier inmitten von wärmendem Zitronenduft des frischgebackenen mit Streuseln und Zuckerguss verzierten Kuchens und tippe diese Zeilen. Es ist jetzt 23.45 Uhr und das reicht dann auch!

Gute Nacht!


04.09.2015

Die Wette 25/55 - Party

Meine Kids würden es nicht glauben, aber Erwachsenengeburtstage sind oft langweilig. Jedes Jahr dieselben Menschen mit denselben Themen. Jedes Jahr. Seufz. Nächste Woche feiern wir zur Abwechslung mal hier. Mal gucken wie man es auflockern kann. Vielleicht mal ne Torte aus der Jemand herausspringt? Oder Stoptanz? Seufz.